Wiedereröffnung des VBKÖ-Archivs und Programm im Frühjahr
Die Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ) freut sich, die Wiedereröffnung ihres Archivs bekanntzugeben. Die erste umfassende Renovierung des Archivs – ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) – diente der Verbesserung der Bedingungen für die langfristige Erhaltung der historischen Materialien des Vereins und der weiteren Öffnung des Archivs für ein breiteres Publikum. Das Archiv dokumentiert mehr als ein Jahrhundert künstlerischer Praxis und die sich stetig wandelnde queere feministische Arbeit von Künstler*innen, sowie die komplexe und widersprüchliche Geschichte der VBKÖ seit ihrer Gründung 1910.
Um diesen Meilenstein der abgeschlossenen Renovierung zu feiern, präsentieren wir von Februar bis April 2026 eine Reihe öffentlicher Veranstaltungen. Das renovierte Archiv wird anhand von Ausstellungen, Radiosendungen, Performances, Führungen und öffentlichen Gesprächen vorgestellt. Die Veranstaltungen bieten Einblicke in die Geschichte der VBKÖ, den Umfang des Archivs und aktuelle Ansätze der Archivpraxis. Wir möchten das Archiv als lebendigen Raum für einen Dialog über feministische Kunstgeschichte und -praxis öffnen und es der Öffentlichkeit für weitere Forschung und Austausch zugänglich machen.
Um das langfristige Engagement unserer Mitglieder für den Verein zu stärken und die anhaltende Relevanz archivarischer und künstlerischer Forschung zu unterstreichen, wurde ein Archiv Residency Programm für Mitglieder der VBKÖ eingerichtet.
Feministische Archivpraktiken in der VBKÖ – Februar bis April 2026:
Das Programm startet am 12. Februar mit einer fünfteiligen Radiosendung auf Radio Orange, die in Zusammenarbeit mit Ženergija entwickelt und donnerstags um 19 Uhr ausgestrahlt wird. Die Sendung wird von Zoe Gudović moderiert und präsentiert Mitglieder der VBKÖ, die sich mit dem Archiv der Vereinigung oder archivarischen Praxen beschäftigen.
Am 5. März aktiviert die Klangkünstlerin Tahereh Nourani das VBKÖ-Archiv mit einer kollaborativen Performance. Sie fügt dem Archiv fehlende Stimmen und Sprachen hinzu und erforscht dabei die Technologien von Resilienz, Überleben und Solidarität.
Ab 14. März feiern wir die Wiedereröffnung des Archivs mit einer Ausstellung und einer Reihe von Performances, um sowohl die Renovierung des Archivs als auch das anhaltende Engagement der VBKÖ-Mitglieder*innen zu würdigen. Die Veranstaltungen bringen Mitglieder*innen, Forschende und eine breitere Öffentlichkeit zusammen, um über die Geschichte und Zukunft der Vereinigung zu reflektieren. Darüber hinaus veranstalten wir ein Vernetzungstreffen für queere feministische Archive, das lokale und internationale Archive, Künstler*innen und Forschende zusammenbringt, um uns über Strategien auszutauschen, um Kooperationen zu fördern und gemeinsame Ansätze zur Bewahrung feministischen und queeren Kulturerbes zu erkunden.
Das Programm umfasst außerdem Präsentationen von Arbeiten, die im Rahmen der Archiv Residency für VBKÖ-Mitglieder entstanden sind. Diese haben künstlerische und Rrecherche-basierte Projekte entwickelt, die sich mit dem Archiv und aktuellen Fragen queeren feministischen Denkens, Geschichte und kollektiven Wissens auseinandersetzen.