VBKÖ – Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs

Polyphonic Archive, Entangled Voices | Artist Talk

Polyphonic Archive, Entangled Voices | Artist Talk

Datum: 9. April, 2026, 18:00-19:00
Einlass ab 17:30


Im Rahmen der Ausstellung
Polyphonic Archives, Entangled Voices und des VBKÖ Archive Residency Programms lädt die VBKÖ zu einem Artist Talk mit Daniel Hill, Eszter Katalin, Vinko Nino Jaeger und Christina Werner ein, moderiert von Natascha Bobrowsky.

Ausgehend von ihrer gemeinsamen Recherche im VBKÖ-Archiv setzen sich die Künstler*innen mit dem Archiv als widersprüchlichem Gefüge auseinander, in dem sich Macht, Erinnerung und Ausschluss einschreiben. Im Fokus stehen queere Sichtbarkeit, historische Verstrickungen und die Frage, wie mit Lücken, Fragmenten und Unsicherheiten gearbeitet werden kann.

Der Artist Talk gibt Einblicke in ihre künstlerischen Prozesse und eröffnet ein Gespräch über das Arbeiten im Archiv als Praxis des Fragens, Verschiebens und Neuverknüpfens.

*Natascha Bobrowsky
Natascha Bobrowsky ist Historikerin mit Forschungsschwerpunkten in der Frauen- und Geschlechtergeschichte, der österreichischen Geschichte des 20. Jahrhunderts sowie der Rechtsgeschichte. Derzeit ist sie Praedoc-Assistentin am Institut für Geschichte der Universität Wien und arbeitet an einer Dissertation zur strafrechtlichen Verfolgung weiblicher Homosexualität in Österreich während des Nationalsozialismus.

*Eszter Katalin
Eszter Katalin ist Künstlerin und Filmemacherin. Ihre Arbeit untersucht ethische Fragen der Repräsentation im bewegten Bild, LGBTQ+ Sichtbarkeit und die Kamera als Machtinstrument. In ihrem dokumentarischen Essayfilm Zwischen Lücke und Täterschaft. Queere Netzwerke in der VBKÖ thematisiert sie die Verflechtungen von Queerness und Nationalsozialismus.

*Christina Werner
Christina Werner untersucht Bildpolitiken und visuelle Machtstrukturen. In ihrer Arbeit Wenn Schatten zu flüstern beginnen analysiert sie, wie sich ideologische Einschreibungen im künstlerischen Werk manifestieren und Erinnerung prägen.

*Vinko Nino Jaeger
Vinko Nino Jaeger arbeitet mit Skulptur, Fotografie und Text. Seine Arbeiten verhandeln queere Leben und deren Verstrickungen in historische Gewaltkontexte. Ausgehend vom VBKÖ-Archiv macht er Widersprüche zwischen Nähe, Anpassung und Verrat sichtbar.

*Daniel Hill
Daniel Hill arbeitet an der Schnittstelle von Fotografie, Video und Installation. In Nothing Is Connected to Everything versteht er das Archiv als ein Gefüge fragiler Beziehungen, in dem sich Verbindungen bilden, lösen und neu zusammensetzen. Queere Geschichten erscheinen darin oft nur als Fragmente oder Leerstellen, die als produktive Räume von Beziehung, Bewegung und Möglichkeit lesbar werden.

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