The Rabbit I Never Got

Künstlerinnen: Nigin Beck, Marina Blanca, Songül Boyraz 

Kuratorinnen: Ala Glasner, Gabrielle Berlin, Nathalie Hoyos 

Eröffnung: Mi, 28. November, 18 – 21 Uhr 

Ausstellungsdauer: 29. November 2018  – 9. Jänner 2019

Die Ausstellung The Rabbit I Never Got nimmt das Jubiläum 100 Jahre Frauenwahlrecht zum Anlass, über die Mechanismen des Ausstellungsbetriebs nachzudenken. Wie würde dieser aussehen, wenn man als Kurator/in die Entscheidungshoheit aufgibt und diese demokratischer gestaltet? Die Projektinitiatorin Ala Glasner lud eine Künstlerin und zwei Kuratorinnen ein, die ihrerseits eine Künstlerin einluden. Den gemeinsamen Nenner der Ausstellung bildet der Begriff der Identität: Faktoren und Bedingungen mit denen ein Individuum je nach Geschlecht, ethnischer Herkunft, dem Körper und seiner Vergangenheit lebt, spielen eine Rolle bei der Definition der eigenen Identität.

Nigin Beck ist eine Zeitreisende, die Sehnsuchtsorte ihrer Kindheit in Form von Kunst in die Gegenwart holt. Das Werk The Rabbit I Never Got reflektiert die Spaziergänge mit ihrer aus dem Iran emigrierten Großmutter. Auch Unausgesprochenes und Themen der Zugehörigkeit und interkulturellen Separation spielen in ihrem Werk eine Rolle.

Marina Blanca rückt die vertrauten, anglophilen Sessel ihrer norddeutschen Kindheit aus der häuslichen Erinnerung und verbindet Funktionalität und Dysfunktionalität mit den Themen menschlicher Zu- und Unzulänglichkeit, Verletzlichkeit und Endlichkeit, sowie Herkunft des Individuums. 

Songül Boyraz’s Werke kreisen um Vergänglichkeit, Weiblichkeit und Identität – wie z.B. ein Video, das eine Frau in einem Glaskubus zeigt und an Marlene Haushofer’s Roman Die Wand erinnertoderSkulpturen aus ausgefallenen Haaren der Künstlerin. Eine Fotoserie veranschaulicht den mittlerweile nahezu ausgestorbenen Heimatort ihrer Mutter in der Türkei.