Über

Die Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ) wurde 1910 gegründet und eröffnete kurz darauf ihren Standort im ersten Wiener Bezirk, wo sie bis heute zu finden ist. Historisch gehörte die Vereinigung den frühen Künstlerinnenbewegungen an und besaß Pionierstatus: Sie betrieb Lobbyarbeit für Frauen, um ihre Interessen in künstlerischer, ökonomischer und bildungsbezogener Hinsicht zu verbessern, ihre Repräsentation zu erhöhen und ging internationale Kooperationen ein.

Organisationen wie die VBKÖ führen die Komplexität und Widersprüche einer zeitgenössischen feministischen Geschichtsschreibung vor: Hier trifft die empanzipatorische Geschichte der künstlerischen Frauenbewegung, die bis in die Zeit des Imperialismus zurückreicht und die es immer noch in eine offizielle Kunstsgeschichtsschreibung rein zu reklamieren gilt, auf die Geschichte der Kollaboration mit dem nationalsozialistischen Regime. Die durch historische und vereinsinterne Brüche entstandenen Wissenslücken in Bezug auf die eigene Geschichte, Geschichtsschreibung und -forschung, geraten nicht nur nationalsozialistische, sondern auch klassenspezifische und koloniale Verstrickungen der Vereinigung leichter in Vergessenheit.

Eine der größten Herausforderungen ist es daher, Strukturen weiter aufzubauen und Prozesse einzuleiten, die es ermöglichen historische Narrationen immer wieder neu zu untersuchen,  Reflexionsprozesse in Gang zu halten und dieses Wissen öffentlich zu machen und zu diskutieren.

Die VBKÖ positioniert sich als ein Ort, der zeitgenössische, feministische, künstlerische Agenden pflegt, der einen Raum für Experimente bietet und politische und aktivistische Arbeit fördert, um eine neue, lebendige Verbindung zwischen der historischen Auseinandersetzung und der zeitgenössischen, queeren, feministischen Kunstproduktion herzustellen.

Vorstand:
Elke Auer, Veronika Dirnhofer, Lina Dokuzovic, Hilde Fuchs, Nina Höchtl, Ruby Sircar, Esther Straganz, Julia Wieger

Fachbeirat:
Andrea Braidt, Ricarda Denzer, Doris Guth, Margarethe Makovec, Sushila Mesquita

Mitarbeiterinnen:

Anne Steinhagen (2014-15)
Chloé Seon (2014)
Lisa Burgdorf (2014)
Fabian Fratzscher (2014)
Claudia Hanslmeier (2014)
Julia Gaisbacher (Oktober 2013 – April 2014)
Ashley Bailey (September 2012 – März 2013)

Ehrenmitglieder:
Mieke Bal
Nikolaus Benke
Hans Scheirl

LOVERS der VBKÖ:
Carla Cruz

Petja Dimitrova

Barbara Eichhorn

Fanni Futterknecht
Ich möchte die VBKÖ unterstützen da sie die Interessen der Frauen vertritt und versucht Raum zu schaffen für neue Entwicklungen auf geschlechterpolitischer Ebene im künstlerischen Bereich. Es gibt ein politisches Engagement und eine Positionierung, welche ich für unabkömmlich Halte für jeglichen öffentlichen Verein etc. in der heutigen Zeit. Politisches Engagement kann in vielen Weisen und Formen stattfinden. Weiters ist es auch ein Ort der Phantasie und Fiktion, der offen ist für das Experiment und somit lebendig bleibt. Übrigens finde ich die VBKÖ Räume wirklich sehr einladend!

Vinko Nino Jäger

Cornelia Kogoj
Elke Krasny

PINKY aka Martina Lehner

Sasha Pirker

Janine Maria Schneider
Nora Safranek
Deniz Soezen

Hannah Winkelbauer


Seit 2012 haben folgende Künstler*innen, Theoretiker*innen und Forscher*innen Projekte, Ausstellungen, Workshops, Präsentationen und Diskussionsrunden in der VBKÖ realisiert:

Jamika Ajalon (2014)
Fahim Amir (2013)
Bernadette Anzengruber (2013)
Annemarie Arzberger (2014)
Florian Aschka (2014)
Anna Artaker & Meike S. Gleim (2013)
Elke Auer (2012, 2013, 2014)

Mieke Bal & Michelle Williams Gamaker (2012)
Jonathan Baldock (2013)
Wilhelm Binder (2014)
Mareike Bernien & Kerstin Schroedinger (2013)
Catharina Bond (2013, 2014)
Melanie Bonajo (2013)

Spencer Chalk-Levy
Katka Csanyiova (2014)
Captain Cunt (2013)

Katrina Daschner (2013)
Paul DeFlorian (2013, 2014)
Ricarda Denzer (2014)
Carloa Dertnig (2014)
Nikita Dhawan (2013)
Veronika Dirnhofer (2012, 2013, 2014)
Iris Dittler
Verena Duerr (2013)

Barbara Eichhorn (2012)
[ekwit] (2014)

Johanna Fellner (2014)
Lizzy Fidler (2013)
Nina Frgic (2012)
Simon Foxall (2013)
Hilde Fuchs (2012, 2013)
Fanni Futterknecht (2012)

Julia Gaisbacher (2014)
gender et alia (Dagmar Fink und Katja Wiederspahn) (2014)
Daniela Grabosch (2014)
Doris Guth (2012)

Daniel Hafner (2013)
La Hagendorfer (2014)
Oliver Hangl (Wiener Beschwerdechor) (2013)
Maria Hahnenkamp (2013)
Veronika Hauer (2013)
Risk Hazekamp (2013)
Alina Helal & Jessyca R. Hauser (2012)
Nina Hoechtl (2013)
Moira Hille (2013)
Anna Hofbauer (2014)
Nora Hofbauer (2013)

Katrin Hornek (2014)
Matthias Julian (2013)
Krôôt Jurak (2013)

Johanna Kirsch (2013)
Klitcique (2013)
Georg Klüver-Pfandtner (2014)
Darina Kmetova (2013)
Anna Königshofer (2014)
Anna Krambeck
die kumpaninnen (2013)
Alina Kunitsyna (2013)

Katharina Lampert (2013)
Yvonne Lliuya (2014)
Roberta Lima (2013)
Luscious (2014)
Marissa Lôbo (2013)

Ahoo Maher (2012)
Sissi Makovec
Ralo Mayer (2013)
Ango the Meek Dead
Adelheid Mers (2012)
Nicole Miltner (2013)
Mothers of Moloch (2013)
Muniel Muniel (2014)

Lilo Nein (2012)

Offerus Ablinger / Hagendorfer (2014)

Denise Palmieri (2014)
Marion Porten (2014)
Candida Powell-Williams (2013)
Ursula Maria Probst (2013)
Nicole Pruckmayr (2013)
Heidemarie Pyringer (2012)

Red Min(e)d (2012)
Anja Ronacher (2013)
Cellulite Rose (2012)
Georgetta Rusalinda (2014)

Maruša Sagadin (2013)
Wally Salner (2014)
Andrea Salzmann (2014)
Toni Schmale (2013, 2014)
Ferdinand Schmatz (2014)
Anneliese Schrenk (2012)
Susanne Schuda
Em Schwarzwald (2012)
Sekretariat für Geister, Archivpolitiken und Lücken (2012, 2014, 2015)
Eileen Simpson & Ben White (2012)
Ruby Sircar (2012, 2013)
Julischka Stengel (2012)
Esther Straganz (2012, 2013, 2014)
Angela Strohberger
Sophia Süßmilch (2013)

Johanna Tinzl (2014)

Salvatore Viviano (2013)
Marianne Vlaschits (2012, 2013)

Angela Wiedermann (2012, 2013)
Julia Wieger (2012, 2013)
Tania Witte (2013)

Queering Yerevan (2013)

Manuela Zechner (2012)
Dorothea Zeyringer (2014)

Mit freundlicher Unterstützung von