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Jakob Levy Moreno. Porträtphoto mit Büste von Ivan Valtchev. (Countway Library of Medicine, Boston; Nachlaß Moreno) Briefkopf von Jakob Levy Moreno mit Überschrift "Stegreiftheater", Signet, Adressen Bad Vöslau und Wien, Angabe seiner Verlage (Sächsisches Staatsarchiv Leipzig) |
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Levy Morenos Theaterexperimente reichen ins Jahr 1921 zurück, als er sich im „Wiener Komödienhaus” in einer happeningartigen, dadaistischen Performance als „Königsnarr” der Öffentlichkeit präsentierte. Sein künstlerisches Credo formulierte der Theaterrevolutionär bereits ab 1914 mit seiner poetischen „Einladung zu einer Begegnung”. Sein schriftstellerisches Oeuvre umfasst Lyrik, Prosa und Dialoge: expressiv, assoziativ und metaphernreich. Die von Levy Moreno 1918 herausgegebene Zeitschrift „Daimon” kann als einer der wichtigsten Beiträge zum österreichischen Expressionismus gesehen werden. Jakob Levy Moreno begann seine medizinische Laufbahn im Wien der Jahrhundertwende als sozial engagierter und künstlerischer Mensch: Symbol und Ausdruck für das Verständnis von Morenos Lebenswerk, Inspirationsquelle seiner therapeutischen Lebensphilosophie weltweit bekannt als „Psychodrama” und „Soziometrie”. Unermüdlich kämpfte er für seine ästhetischen Ideen und Aktionen, deren ethische und die Gesellschaft stabilisierende Instanz er zeitlebens war. |

