Die Maysedergasse
Im Dezember 1922 schreibt Jakob Levy Moreno in einem Brief
an den Verleger Gustav Kiepenheuer in Potsdam, daß er für das
Jahr 1923 einen Saal zu wöchentlichen Vortrags- und
Unterrichtszwecken gemietet habe. Dieser Saal befand sich in den
Räumen der Vereinigung Bildender Künstlerinnen (VBKÖ) in der
Maysedergasse Nr. 2, in der Wiener Innenstadt. In diesem Raum
begann Moreno mit seinen Theaterexperimenten und nannte
diesen Spielort
Das Stegreiftheater: Programmatische Idee und
zugleich Experimentierbühne spontaner, improvisierter szenischer
Aktionen. Über die Schauspielerin und Malerin
Anna Höllering,
Schülerin von
Johannes Itten, die selbst im Kreis der
Vereinigung bildende Künstlerinnen tätig war, kam Jakob Levy
Moreno in die Maysedergasse. Aus Schriftstücken aus dem Archiv
der VBKÖ geht hervor, daß Levy Moreno den Saal auch 1924
gemietet hatte, diesen aber bis 30. Juni 1924 räumen mußte.
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