Screening-Programm: TROPICAL VIDEO AKTIVISMUS

TROPICAL VIDEO AKTIVISMUS
Transformative Illegalitäten & Post-Porning Genders

Kuratiert von Fernanda Nogueira

7. März 2015, 16-21h

Dieses Screening-Programm ist aus der Dringlichkeiten eines kollektiven Körpers entstanden: ein Körper, der sich aus Fragmenten zusammensetzt, ein Mutant, der sich jeglicher Art von Klassifikation provokant und unzufrieden widersetzt; der dadurch, dass er im Gebiet der Transgression handelt, neue Lebensweisen schafft. Tropical Video Aktivismus präsentiert –  als Aufzeichnungen von Aktionen oder als experimentelle Poesie – Videoproduktionen als Zeichen, die die sozialen Transformationen, die in der Öffentlichkeit vieler südlicher Regionen in wütender Aufregung sind, sichtbar machen, lesen und verbreiten.

Diese Prozesse finden aber nicht nur in einem einzigen Gebiet statt. Wir können das soziale Aufbrausen abbilden und kartografieren: wachsende Netzwerke, die das Aufeinandertreffen neuer grenzüberschreitenden Gemeinschaften verstärken. Diese Gemeinschaften sind in der Lage aktivistische Mittel zu teilen und kritische Informationen zu verbreiten, die in der Vergangenheit nur in unabhängigen und vermeintlich marginalen Untergrundnetzwerken zu finden waren. Angesichts des Handlungsbedarfs und der vielfältigen Möglichkeiten in den verschiedenen Gebieten sind modernistische Kategorien wie „Originalität“ und „Authentizität“ überholt. Im Gegensatz, ein weiter gefasstes Verständnis von „Netzwerk“ gewinnt täglich an Kraft in der Konfiguration eines kollektiven Austragungsorts von Kämpfen.

Diese Netzwerke setzen sich aus poetischen Aneignungsprozessen zusammen, um im Stadtraum und in Situationen des Zusammenlebens durch direkte Interventionen einen politischen Wandel hervorzurufen. Jedes Video in Tropical Video Aktivismus agiert als „Knotenpunkt“ in diesen Netzwerken. Alle Videos haben jene Kraft, die ihren Ursprung im Körper hat. Ein Körper, der als kreatives Potenzial und als elementarste Vorrichtung verstanden wird und der in der Lage ist Mikrorevolutionen und Ansteckungseffekte zu provozieren. Sein Antrieb und seine Effekte haben kein klares, voraussehbares Gebiet. Genau darum, weil sie ent-territorialisiert sind, kann man sich nicht von ihnen fernhalten.

Wenn es rund um die 70er Jahre in Lateinamerika und anderswo eine klare politische Positionierung gab, die sich in der Subversion von Video als Sprache wiederspiegelt, dann wird diese Sprache heute durch breite Zugangsmöglichkeit zu Produktion, Auflagen und Distribution transformiert. Das Video und die künstlerischer Praxis wird hier vereint. Das Politische wird als ein Aspekt dieser Praxen ausfindig gemacht, um eine sinnliche Dimension zu erreichen. So können neue Subjektivierungsprozesse in Gang gesetzt werden, die wiederum neue Singularitäten und kritische Nebenwirkungen ermöglichen.

Der kollektive Produktionskörper, der hier in einer eingeschränkten Form präsentiert wird, will nicht nur das Bewusstsein zu schärfen. Ebenso strebt er nicht danach für die Repräsentationsarten der traditionellen politischen Formen oder Massenmedien zu sprechen.

Seine mikropolitischen Aktionen versuchen nicht auf die Funktionsanforderungen eines wirtschaftlichen oder politischen Systems zu reagieren. Die Aktionen verkörpern den Wunsch nach einer Transformation des Jetzt, das Verlangen in der Gegenwart Veränderungen zu provozieren, die Neugier neue Sensibilitäten in den künstlerischen Praktiken zu erkunden, die Anwendung der Kamera und das bewegt Bild als Mittel einzusetzen, um die Effekte dieser Aktionen und ihre Ansteckungsmöglichkeiten zu verbreiten.

Die Programmteile Transformative Illegalitäten und Post-Porning Genders treten an, um über diese Praktiken in einer dezentralisierten Geographie nachzudenken. Wenn in Brasilien der bekannten Ausdruck der modernistischen Bewegung „Nur der Kannibalismus vereint uns“ (1992) verteidigt wurde, könnten wir uns in diesem Fall umschauen und „Nur die Tropicality vereint uns“ vorschlagen – wenn auch in einer inkohärenten Art und Weise. Der Begriff des „Tropischen“, der die Zugehörigkeit zu bestimmten Regionen in Lateinamerika aufzeigen könnte, positioniert sich hier als ein Gegenkonzept, das in der Lage ist, die Ränder dieses „S/seltsamen/Anderen“ zu dekonstruieren. Das „Tropische“ verbindet verschiedene Formen des Widerstands, der Aktivierung und der Intervention in der kollektiven Vorstellungskraft, mit dem Anspruch gemeinsame kämpferische „Arten des Tuns“ zu berücksichtigen. Dabei geht es um Handlungen, die die künstlerische Praktiken und/oder Aktivist*innen und/oder Militant*innen miteinander verschränken, sodass verschiedenen Initiativen zusammenkommen.

Es besteht keine Absicht einen Ethos der Idee eines Nationalstaates oder einer homogenisierter lateinamerikanischen Identität zu stärken. Es werden vielmehr Bewegungen und aktive Gemeinschaften miteinander in Verbindung gebracht. Diese Gemeinschaften gehen über Ideen wie den Generationssinn, der Entwicklung von Kunst und Technologie, oder die Beziehung von wiedererkennbaren Namen innerhalb einer konservativen Geschichtsschreibung der (Video)kunst hinaus. In diesem Sinne tritt das Programm an, um sanft in einigen, sprichwörtlich, sprichwörtlich, ignoranten binären westlichen Paradigmen der Wahrnehmung (d.h. Raum-Zeit, Mann-Frau, Eigen-Fremde, epistemologisch gültig-epistemologisch unsichtbar, usw.) zu intervenieren.

Es besteht eine direkte Wechselbeziehung zwischen den Programmpunkten und den Videos. So ist es möglich, die Zusammenhänge zwischen sozialer Segregation, Rassismus, dem Vermächtnis von Sklaverei und Kolonialismus zu verstehen. Ebenso können verbannte, abweichende Erinnerungen und Praktiken normativen Systemen konfrontieren, queere / cuir / kúia sexuelle Poetiken und Politiken freilegen und sich nach ihnen ausrichten. Die Titel und Untertitel der Programmteile, die Reihenfolge der Videos und ihre Verflechtungen wollen provozieren, de-kategorisieren und eine Reflexion über performative Behauptungen etablieren, die konservative Denkweise aufbrechen und dringende Anliegen für die kollektiven Diskussion in Gang setzen.

Diverse Körper, Praktiken, Sexualitäten und Lebensweisen wurden der Öffentlichkeit vorsätzlich und strategisch entzogen, um ihr Dasein in der gemeinsamen Bildsprache der homogenen Konstruktionen eines angeblich „öffentlichen“ Raumes, der auf einem falschen Konsens in einer kapitalisierten Szenerie aufbaut, auszuschliessen. Dieses Programm zielt darauf ab diese Körper, Praktiken, Sexualitäten und Lebensweisen im Sichtfeld zu bündeln und wiedereinzuführen.


Still aus “Preludio a la carne viva” [Vorspiel zum rohen Fleisch] von Yla Ronson (Spanien/Argentinien)

TROPICAL VIDEO AKTIVISMUS
Alle Videos sind mit deutschen Untertiteln ausgestattet.

Transformative Illegalitäten um 16h
(ca. 90 Minuten)

Der erste Teil dieses Programms präsentiert die wichtigsten Video-Grafik-Produktionen, die auf verschiedene Weisen, die konjunkturellen Probleme verkörpern, die seit Beginn der Kolonisierung durch das verheerendes Vermächtnis der Enteignung, Disposition, dem Fluss des Kapitals und der Krise generiert wurden. Die auf Video wiederkreierten oder aufgezeichneten künstlerischen Vorschläge zielen nicht nur darauf ab einen kritischen Standpunkt über die Situation in Brasilien und anderen ähnliche Kontexten zu präsentieren, sondern auch um Beziehungen zu transformieren und das soziale Gedächtnis zu aktivieren, Straßenmikrorevolutionen zu praktizieren, und Taktiken zum Überleben und zum Bauen im Kollektiv zu verstreuen.

Künstler*innen: Frente 3 de Fevereiro [Front 3. Februar], Afrofuturismo [Afro-Futurismus], Coletivo de Comunicação Movimento Nacional de Luta pela Moradia [Kollektiv der Nationalen Bewegungskommunikation im Kampf um Wohnungen], Felipe Tiradentes, Teatro de Operações [Theater of Operations] Levante Popular da Juventude [Populärer Jugendauftrieb], Coletivo Filé de Peixe [Kollektiv Fischfilet] Lula Carvalho Renato Martins Pedro Peregrino, Alexandre Vogler, BijaRi, Grilo 13, Paulo Leminski, ARNSTV [Die Revolution wird nicht im Fernsehen übertragen], Acento Frenetico [Rasender Akzent], Cuerpo Puerco [Widerlicher Körper].

MOBILISIERUNG UND VIDEO-DENUNZIERUNG

Frente 3 de Fevereiro + Afrofuturism (Brasilien), Arquitetura da exclusão [Ausgrenzungsarchitektur] 2010, 16 min. Coletivo de Comunicação do Movimento Nacional de Luta pela Moradia (Brasilien), Vila Autódromo – RJ [Autódromo Village – RJ] 2011, 5 min.
Felipe Tiradentes (Brasilien), Rio Nr 22O [Occupy Rio # 22O], 2011, 3 min.
Levante Popular da Juventude (Brasilien), Balanço da 2a Rodada Nacional de Esculachos [Bilanz der 2. Nationalrunde Round des Spotts] 2012, 7 min.

ILLEGALE KUNST

Coletivo Filé de Peixe (Brasilien), Piratão Gentil [Netter Pirat] 2010, 8 min.
Lula Carvalho Renato Martins Pedro Peregrino, Alexandre Vogler (Brasilien), Atrocidades Maravilhosas [Wunderbare Gräueltaten] 2002, 18 min.
BijaRi (Brasilien), Poesia dos problemas Concretos [Poesie konkreter Probleme] 2008, 2 min.
Grilo 13 (Brasilien), [Graffiti ist menschlich] Pixar é humano 2010, 5 min.
Paulo Leminski (Brasilien), Sobre o grafite [Über Graffiti], 1985, 9 min.
ARNSTV (Brasilien), A Revolução Não Será Televisionada [Die Revolution wird nicht im Fernsehen übertragen werden], 2004, 13 min.
Acento Frenetico + Cuerpo Puerco (Argentinien), Endo / video.registro [Endo / Videoaufnahme] 2011, 10 min.

Post-Porning Genders um 18h
ca. 90 Minuten

Die ausgewählten Videos in diesem zweiten Programmteil stellen eine Reihe von visuellen Botschaften vor, die das politische Feld unsere Eingeweide erweitern können. Das Programm zeigt den Krieg gegen das körperliche Gebiet, der seine Grenzen überschreitet, auferlegte Anweisungen unterbricht, und die korrupte Ausbildung der Körper als Verpflichtung revidiert und  erbricht. Das Programm liest wo wir sind und was wir wollen, ermächtigt den Körper und zerstört sorgfältig das sex-politische normative Regime.

Künstler*innen: La Fulminante, CUDs [Universitätskollektiv für sexuelle Dissidenz], CDD [Katholische Frauen für das Entscheidungsrecht], Luana Hansen, Elisa Gargiulo, Yla Ronson, Taís Lobo, Liberta Morón, Porno Clown, Aily Habibi, Angelo Luz, Leo Glück, Coletivo Coiote, Anarkofunk, Acento Frenetico [Rasender Akzent], Cuerpo Puerco [Widerliche Körper], PorNo porsi, Cláudio Manoel, Solange auf aberta! STA [Solange, ich bin geöffnet!], Paulo Belzebitchy, Pedro Costa.

UNVERZICHTBARES RECHT

Nadia Granados / La Fulminante (Kolumbien), Mujeres reventando cadenas [Frauen sprengen Ketten] 2011, 4 min.
CUDs (Chile), 42 frases típicas en contra del aborto [42 typische Sätze gegen die Abtreibung] 2012, 3 min.
CUDs (Chile), Dona por un aborto ilegal [Spende für eine illegale Abtreibung] 2012, 13 min.
CDD + Elisa Gargiulo + Luana Hansen (Brasilien), Ventre livre de fato [In der Tat ein freier Bauch] 2012, 3 min.

MASTURBATION IST IMMER HOMOSEXUELL

Yla Ronson (Spanien/Argentinien), Preludio a la carne viva [Vorspiel zum rohen Fleisch] 2011, 4 min.
Liberta Morón (Brasilien), Onira vira rio [Onira wird ein Fluss] 2012, 7 min.
Porno Clown (Brasilien), Amor com a Cidade [Liebe mit der Stadt] 2012, 10 min.
Angelo Luz und Leo Glück, Soundtrack: Jo Mistinguett (Brasilien), Stab-Straße, 2009, 4 min. Nadia Granados / La Fulminante (Kolumbien), Autoerotismo libertario [Anarchistische Selbsterotik], 4 min.

Aily Habibi / Liberta Morón (Kolumbien / Brasilien), El Sexorcismo de Aily Habibi [Sexorzismus von Aily Habibi] 2012, 8 Minute
Coletivo Coiote + Anarkofunk (Brasilien), Sem título / Cinelândia – Rio de Janeiro [Ohne Titel / Cinelândia – Rio de Janeiro], 2013, 4 min.

KONTRASEXUELLE KÖRPER IN ENOERGIE

Acento Frenetico + Cuerpo Puerco (Argentinien), xD, 2011-2012, 17 min.
Acento Frenetico (Argentinien), Amor³ [Love³] 2011, 3 min.
PorNo porsi (Lateinamerika / Kolumbien), Fiesta Cierre – Festival PorNo porsi, Bogotá [Abschlußparty – PorNo Porsi Festival in Bogotá] 2011, 9 min.
Cláudio Manoel (Brasilien), CUCETA – A cultura queer de Solange auf aberta! [Ene queere Kultur von Solange, ich bin geöffnet!] 2010, 13 min.

Das Screening-Programm wird von Fer Nogueira im Gespräch mit Diskutant*innen und dem Publikum um 19:30h präsentiert.

Dieses Screening-Programm wurde zuvor in der Fundació Antoni Tàpies (Barcelona) im Rahmen des Loop-Festival der Videokunst im Mai 2013 vorgestellt.

Fernanda Nogueira (São Paulo/Wien) ist eine* Forscherin*, Kunsthistorikerin* und Literaturwissenschaftlerin*, die an Übersetzung im breiter gefasste Sinne arbeitet. Sie* entwickelt derzeit ihre* Doktorarbeit in Kunsttheorie und Kulturwissenschaften im PhD-in-Practice-Programm der Akademie der bildenden Künste Wien. Seit 2008 ist sie* Teil des Südlichen Netzwerk der Konzeptualismen, eine kritische Plattform für die Aktivierung der lateinamerikanischen künstlerischen und politischen Erinnerung.

Diskussionsteilnehmer*innen

Daniela Paredes (Quito / Wien) ist eine Stipendienbezieherin, was ihr erlaubt das Leben  (als “Andere”) in Ecuador, den USA und Indonesien zu erfahren. Sie hat an der Schnittstelle zwischen Bildung und Kultur gearbeitet, mit einem Schwerpunkt auf dem inter/crosskulturellen Dialog sowie der ethnographische Forschung des kulturellen Erbes. In Wien macht sie einen Master-Abschluss in Sozial- und Kulturanthropologie und arbeitet über Transnationalismus, Migration und geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung.

Hong-Kai Wang (Huwei, Taiwan / Wien) ist eine Künstlerin und Forscherin. Sie ist eine PhD in practice Kandidatin und ist Teil des Forschungsprojektes Spaces of Commoning an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie arbeitet mit dem Format des Zuhörens, um soziale Organisation durch lange laufende Gespräche und kollaborative Patient*innenarbeit anzustiften. Ihr Arbeit wird international präsentiert und ihrer laufenden Forschung befasst sich mit Geschichtsschreibung, Zuckerwirtschaft, soziale Transgression etc.

Imayna Cáceres (Lima / Wien) ist ein Forscherin, Künstlerin und Soziologin. Ihre aktivistische und künstlerische Arbeit konzentriert sich auf die Analyse von Migrationskontrolle in Europa und den ausschließenden Maßnahmen von denen sie ausgeht,  sowie auf die Rolle der kolonialen Differenz in der Konstruktion der subalternen Alterität. Ihre Praxis siedelt sich zwischen Kunst, Politik, Affekten, durch koordinierte Maßnahmen und die Entwicklung  von kollektiven Widerstandsstrategien, an.

Julia Hacker (Buenos Aires/Wien) studierte Schnitt an der Fakultät der Künste an der Universität von Buenos Aires. Sie arbeitete zehn Jahre lang als Lektorin, Redakteurin, Presse- und Kommunikationsbeauftragte in verschiedenen unabhängigen Verlagen und Zeitungen. Derzeit lebt sie in Österreich.

Luisa Lobo (Bello Horizonte/Wien) ist eine Pädagogin und Jugendtrainerin im Verein MAIZ Derzeit studiert sie am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der Universität Wien. Ihre Forschung konzentriert sich auf transnationale Migration und Migrant*innenaktivismus.

Mónica Chávez (Mexiko/Österreich) ist Jugendleiterin, Tanzlehrerin, Coach und Trainerin der Selbstverteidigungsmethode “Drehungen”. Von Früh an widmete sie sich den „Fragen“ von Frauen, vor allem jenen zu häuslicher Gewalt und sexueller Orientierung in Mexiko. Derzeit entwickelt sie ihre feministische Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen. Sie ist empfindlich gegenüber dem sprachlichen Rassismus in Österreich.

Pedro Costa (Natal/Berlin) ist ein brasilianischer Künstler* und Performer*. Sein* Hauptkunstprojekt „Solange, tô aberta!“ [Solange, ich bin geöffnet!] besteht aus einer Tanz-Funk-Show: Carioca Funk-Sound (ursprünglich aus den Favelas in Rio de Janeiro) wird als Instrument für den politischen Widerstand eingesetzt, indem queer, Geschlechterperformativität und Post-Porno miteinander vermischt wird. Es soll eine Feier, eine Explosion von kathartischen Tanz und Politiken geschaffen werden, die Sexualität, Geschlecht, Identität und Stereotypen in Frage stellen. Eine Einladung für jene Körper, die den Wunsch haben, das Offenheit und Raum existiert. In den letzten vier Jahren hat Pedro in Berlin gelebt.

Sandra Monterroso (Guatemala Stadt/Wien) ist eine Künstlerin, Designerin und Professorin. Sie ist eine PhD-in-Practice-Kandidatin an der Akademie der bildenden Künste Wien. Der Schwerpunkt ihrer Masterarbeit lag Design-Prozess, die sie an der Autonomen Universität in Puebla, Mexiko, abschloss. Sie studierte auch Grafikdesign in Guatemala und Philosophie für Friedensforschung in Spanien. Ihre künstlerische Arbeit wurde in mehreren Einzel- und internationalen Gruppenausstellungen gezeigt, und sie wurde mit vielen Preisen und Stipendien ausgezeichnet.

Verena Melgarejo Weinandt (Berlin/Wien) wuchs in Berlin auf und lebte in Bolivien und Argentinien. Sie studierte Fotografie und studiert derzeit Bildende Kunst und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie hat in mehreren Projekten, Institutionen und Kollektiven gearbeitet, die sich Themen wie Migration, Feminismus, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus sowie der kolonialen Kontinuitäten in Österreich/Europa widmen. Ihre künstlerische Arbeit besteht vor allem aus Performances und Interventionen im öffentlichen Raum.

Ein besonderer und freundlicher Dank an alle Künstler*, Militanten*, Aktivisten*, sozialen und kulturellen Akteure* für ihre Zuvorkommenheit, die dieses Screening-Programm ermöglich haben!

Übersetzungen zwischen Portugiesisch, Spanisch, Englisch und Deutsch: Fer Nogueira, Nina Höchtl, Carolina Agredo und Loop-Barcelona

Untertitel: Maj Britt Jensen und Loop-Barcelona

Unterstützung und teilweise Finanzierung:

QUEER*FEMINISTISCHES REFERAT | OEH | AKADEMIE DER BILDENDEN KUENSTE WIEN

UNI WIEN

_QUEER FEMINISTISCHES FESTIVAL

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